Unternehmenswert-Video
Unternehmenswert berechnen in 3 Minuten
Dieses Video zeigt, wie Sie aus bereinigtem EBIT, Multiple, Umsatzmultiplikator und Substanzwert eine erste Wertspanne ableiten - ohne Scheingenauigkeit.
Kapitel und wichtige Momente
- 00:00
Warum es keine exakte eine Zahl gibt
- 00:23
EBIT-Multiple als zentrale Faustformel
- 00:55
EBIT-Multiple, Umsatzmultiplikator und Substanzwert vergleichen
- 01:30
Warum Umsatz mal zwei nur ein Gegencheck ist
- 01:58
Zahlenbasis und Reporting plausibilisieren
- 02:29
Unternehmenswert-Rechner nutzen
- 02:56
Nächster Schritt nach der Wertspanne
Transkript lesen
Was ist mein Unternehmen wert? Diese Frage stellen sich viele Unternehmer erst bei Nachfolge, Verkauf, Finanzierung oder einem Investorengespräch. Die wichtigste Antwort vorweg: Es gibt nicht die eine exakte Zahl. Sinnvoller ist eine realistische Wertspanne - und ein klares Verständnis, welche Annahmen diese Wertspanne treiben. Für profitable mittelständische Unternehmen ist die zentrale Faustformel meistens einfach: Unternehmenswert gleich bereinigtes EBIT mal passendes Multiple. Ein Beispiel: Wenn Ihr Unternehmen zweihunderttausend Euro bereinigtes EBIT erzielt und ein Multiple von fünf plausibel ist, ergibt sich eine erste Wertindikation von rund einer Million Euro. Wichtig ist aber das Wort "bereinigt". Einmaleffekte, Inhabergehalt, Sonderkosten oder ungewöhnliche Erträge müssen sauber geprüft werden. In der Praxis sollten Sie nicht nur eine Formel betrachten. Die EBIT- oder EBITDA-Multiple-Methode passt gut, wenn das Unternehmen stabile operative Gewinne erzielt. Der Umsatzmultiplikator kann hilfreich sein, wenn Umsätze planbar sind oder Ergebnisse vorübergehend verzerrt wirken. Der Substanzwert ist vor allem bei anlageintensiven Unternehmen relevant, also wenn Maschinen, Immobilien, Vorräte oder andere materielle Werte eine große Rolle spielen. Zusammen ergeben diese Methoden keine absolute Wahrheit - aber eine deutlich bessere Plausibilisierung. Eine häufige Suchanfrage lautet: Firmenwert gleich Umsatz mal zwei. Diese Faustformel ist leicht zu merken, aber gefährlich, wenn man sie isoliert verwendet. Zwei Unternehmen mit gleichem Umsatz können völlig unterschiedliche Werte haben - je nach Marge, Wachstum, Kundenabhängigkeit, wiederkehrenden Umsätzen, Verschuldung und Investitionsbedarf. Nutzen Sie "Umsatz mal zwei" deshalb höchstens als groben Gegencheck, nicht als belastbare Bewertung. Der Unternehmenswert hängt nicht nur von der Formel ab, sondern vor allem von der Qualität der Zahlen. Gerade bei mittelständischen Unternehmen sollte das EBIT nicht einfach aus einem Monatsreport übernommen werden. BWA, Summen- und Saldenliste, offene Posten, Abgrenzungen und Jahresabschluss müssen zusammenpassen. In einer Due Diligence wird genau geprüft, ob Umsatz, Rohertrag, Kostenstruktur, Liquidität und Ergebnisqualität plausibel sind. Eine gute Bewertung beginnt deshalb mit gutem Reporting. Unser Unternehmenswert-Rechner hilft Ihnen, die wichtigsten Annahmen sichtbar zu machen. Sie können Umsatz, EBIT, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Multiple-Annahmen eingeben und sehen sofort, wie sich die Wertspanne verändert. Der Rechner ersetzt keine professionelle Bewertung. Aber er zeigt sehr schnell, welche Werttreiber besonders wichtig sind - und wo eine genauere Prüfung sinnvoll ist. Wenn Sie eine erste Wertspanne berechnet haben, ist der nächste Schritt die Plausibilisierung. Welche Annahmen sind realistisch? Welche Risiken drücken den Wert? Und welche Maßnahmen könnten den Unternehmenswert vor Nachfolge, Verkauf oder Investorengespräch verbessern? Nutzen Sie den Rechner - oder sprechen Sie mit uns, wenn Sie Ihre Wertindikation professionell einordnen möchten.
Nächste Schritte nach dem Video
Unternehmenswert-Rechner
Testen Sie Umsatz, EBIT, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Multiple-Annahmen in einer nachvollziehbaren Wertspanne.
BWA + SuSa Check
Prüfen Sie, ob Reporting, Kontoebene, offene Posten, Abgrenzungen und Liquiditätslogik zur Wertindikation passen.
Wertindikation besprechen
Ordnen Sie Annahmen, Risiken und Werttreiber vor Nachfolge, Verkauf, Finanzierung oder Investorengespräch professionell ein.


